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SUDWEYHE (ro).
Wer war wohl aufgeregter, die Stuten
oder die Fohlen, als sie am Sonntagmorgen ihren Auftritt vor einem
großen Publikum hatten? Starsuche war angesagt. Die Kleinen nahmen es
gelassen und trabten stolz neben ihren Müttern durch das Vorführeck.
Die Stuten waren teilweise etwas aufgeregter, mussten sie doch noch
über ihre Kinder wachen. Die fohlen zeigten sich von ihrer besten
Seite und man hätte annehmen können, dass sie genau wussten um was es
ging. An den Banden saßen nämlich Pferdekenner und -freunde, die sich
nach zukünftigen Talenten umsahen.
Der Pferdezuchtverein Sudweyhe hatte
zur Fohlenschau auf
den Hof Kleemeyer eingeladen und konnte Gäste aus der gesamten
Republik und dem benachbarten Ausland begrüßen. 22 Fohlen wurden
gezeigt, wie Vorsitzender Heinz-Hermann Schierenbeck bestätigte. Hatte
man sich in den vergangenen Jahren von Hof zu Hof auf den Weg zur
Fohlenschau gemacht, entschied sich der Verein nun für eine zentrale
Veranstaltung. „Wir wollten allen Stuten und ihrem Nachwuchs die
gleichen Bedingungen bieten. Auf den heimischen Höfen verhalten sich
die Pferde oft anders, haben sie Heimvorteil“, so Schierenbeck.
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Die Pferdekinder, im Alter von gut
einem halben Jahr, wurden von den strengen Augen des Altmeisters und
Richters Reinhard Baumgart aus Verden gewertet. Wichtigste Kriterien
waren Trabbewegung, Gebäude, Schritt und der Gesamteindruck des
Tieres.
Bewertet wurden jeweils die fünf
Besten, aufgeteilt in zwei Altersklassen.
Sieger in der jüngeren Klasse wurde
ein Fohlen aus dem Hause des Gastgebers Hermann Kleemeyer.
Aber auch der erste Preis in der
zweiten Gruppe blieb in Sudweyhe und ging an Züchter Hermann Meier.
Die Auszeichnungen dokumentierten, dass in Weyhe wirklich edle Pferde
gezogen werden.
Die Besucher waren überwältigt von
der Eleganz und Schönheit der Vierbeiner, die jedoch hatten nur ein
Ziel: ihre Koppel, auf der sie wieder ungestört toben konnten. |